PIDAR®-Systeme vernetzen eine beliebige Anzahl von Noggin- und pulsEKKO PRO GPR-Systemen zu einer einzigen Datenerfassungsplattform. Während die Möglichkeiten endlos sind, besteht die häufigste Bereitstellung aus mehreren Systemen mit derselben Frequenz, die seitlich beabstandet sind, um einen Datenstreifen in einem einzigen Durchgang bereitzustellen. Dies ermöglicht die Vermessung großer Flächen in einem Bruchteil der Zeit im Vergleich zu einem einzelnen System.
In dieser Fallstudie benötigte ein Kunde eine Abbildung des Bodens eines leeren unterirdischen Wasserreservoirs, das gerade renoviert wurde. Das Untersuchungsgebiet war 50 mal 100 Meter groß und die Säulen etwa 5 Meter voneinander entfernt. Ziel war es, das Muster der Stahlbewehrung (Bewehrung) im Betonboden zu identifizieren und mögliche Hohlräume unter dem Beton zu identifizieren. Es bestand die Sorge, dass kleine Wasserlecks im Reservoir dazu führen könnten, dass sich unter dem Beton Hohlräume bilden und vergrößern. Ein speziell angefertigtes SPIDAR®-Wagensystem wurde mit sieben Noggin 1000 im Abstand von 0.1 Metern zusammengebaut. Der Wagen war 1 Meter breit und hatte ein integriertes Kilometerzählerrad. Die Offsets zwischen Systemen werden in die SPIDAR®-Datenerfassungssoftware eingegeben, sodass die relative Position jedes Systems für die gesamte Umfrage bekannt ist.
Mit SPIDAR können die Vermessungsparameter für jedes System (Zeitfenster [Tiefe], Schrittgröße und Stapel) unterschiedlich sein. In diesem Fall hatten jedoch alle Systeme die gleiche Häufigkeit und verwendeten identische Vermessungsparameter:
Zeitfenster = 22 ns (Tiefe = 1 m)
Schrittweite = 0.01 m
Stapel = 4
Während der Datenerfassung wurde jeder Schwad mit einem Laser parallel zum letzten Schwad ausgerichtet. In 48 Stunden wurden insgesamt 4.8 Linienkilometer Daten mit 1.5 Millionen Spuren und 12 Milliarden Datenpunkten gesammelt.
Die Daten wurden mit der Software EKKO_Mapper verarbeitet und als Querschnitte und Tiefenscheiben angezeigt. Die hochauflösenden Daten zeigen mehrere interessante Merkmale:
• Der Beton ist mit einer doppelten Bewehrungsschicht verstärkt. Die Balken befinden sich in 12-Zoll-Zentren und die beiden Schichten sind vertikal 2-3 Zoll voneinander entfernt (Querschnitt).
• Die untere Schicht ist seitlich um 6 Zoll von der oberen Schicht versetzt, wobei alle 6 Zoll eine Bewehrung über den Bereich (Querschnitt) vorhanden ist.
• Ein reparierter Patch in der Nähe der oberen rechten Ecke enthält keine Bewehrung
• Über dem Hauptgrubenabfluss wurden keine Daten gesammelt, was zu einem leeren blauen Bereich führte
• Entwässerungs- und Abflussrohre sind im Querschnitt und in einer tieferen Tiefe unter dem Beton sichtbar
• Die Daten zeigten keine Anzeichen von Hohlräumen unter dem Beton








